Live Blogpost und Q&A: Philipp Seipp über konvergentes & divergentes Denken in der Arbeit mit Athleten

In unserem Webinar teilt Philipp Seipp, Coach der Triathlon-Stars wie Laura Philipp und Sebastian Kienle, sein Know-how. Heute dreht sich das Thema rund um den perfekten Mix aus unterschiedlichen Denkweisen, welche die Arbeit mit Athletinnen und Athleten optimieren. Folge unserem live Blogpost* heute ab 18:00 Uhr und profitiere von Philipps Expertise!

*Der Inhalt wurde während des Webinars live mitgeschrieben – Textfragmente und Rechtschreibfehler im Artikel vorenthalten.

Wusstet ihr, dass Philipp Lehrer war? Aus der Kombination aus seinem früheren Beruf und dem sportwissenschaftlichen Hintergrund gestaltet er seine Coaching-Philosophie. Heute geht er nicht auf Daten ein, auch nicht auf konkrete Handlungsweisen und er gibt auch keine Blaupausen zu schaffen, was Philipp draussen so macht. Philipp teilt Denkweisen als Coach, gibt Tipps zur Reflexion des eigenen Handelns als Coach, um so einen qualitativen Trainingsprozess für die Athlet*innen professionell zu organisieren.

Ordnung schaffen ist die elementare Tätigkeit des Trainers

Das klingt erstmals ziemlich banal. Viele identifizieren sich auch nicht mit Ordnungsdenken. Dabei hilft es enorm, viele Qualitäten davon sind wichtig und die Basis für konvergentes und divergentes Denken. Ordnung bedeutet Kohärenz. Kohärenz ist kein hehres Ziel, sondern ganz einfach die Art und Weise, wie eine*r von Training zu Training gelangt. Was passiert heute und wie trainiert der Athlet morgen? Ich kann heute einen Plan schreiben, der sich über 4 bis 5 Jahre erstreckt, wie ich über den nächsten Olympia-Zyklus komme. Das lässt sich relativ easy zu beschreiben. Dann kommt man aber zur konkreten Frage, wie sich das Training für den nächsten Tag gestaltet. Wie messe ich Ermüdung? Lässt sich bis ins Detail eine Ordnung erkennen, dann spreche ich von Kohärenz. Deuten die Strukturen auf Beliebigkeit hin, dann vermisse ich Kohärenz im Training. Ordnung ansteht nicht durchs Schaffen eines Ordnungssystems, sondern es ist die Reaktion darauf. Die Reaktion ist die Interaktion zwischen dem Athleten mit euch als Coach und nicht ein dreimonatiger Plan.

Auf welchen Ebenen können wir als Coaches denn Ordnung schaffen? Es sind:

  • physiologische Leistungsfähigkeiten
  • Psychologische Leistungsfähigkeiten
  • technische/motorische Ausbildung
  • Material

Die Schlüssefaktoren eines erfolgreichen Trainings sind vor allen Dingen:

1. Qualität in der Information. Ich muss mit dem Athleten im Austausch sein, beispielsweise über Gadgets wie Smartwatches oder auch die Messung der Herzfrequenz. Wie gut ist die Rückmeldung meiner Athleten an mich? Wie gross ist das Vertrauen, dass meine Athlet*innen mir auch in prekären Situationen Informationen zukommen lassen, die ich in den Trainingsprozess einfliessen lassen kann.

2. Auf dieser Qualität der Information beruht die Qualität der Entscheidungsfindung. Als Coach übernehme ich als Leistungskomponente die Informationsverarbeitung auf unterschiedlichen Ebenen, welche die Entscheidungsfindung beeinflussen. Das Treffen eines Entscheids findet am besten im Dialog mit dem Athleten statt, aber ihr könnt als Coaches auch diesen Schritt abnehmen.

3. Die beiden vorangelagerten Punkte bilden die Qualität der Umsetzung. Hier habt ihr die Kontroll- und Ausbildungsfunktion inne.

In allen drei Faktoren ist Reflektion wichtig um herauszuarbeiten, an welchen Stellen ich gut bin und an welchen in Potenzial habe, mich zu verbessern. Wie ein Detektiv lassen sich so Gelenkstellen mit dem Athleten herausfinden und Schlüsselqualifikationen des Trainers herausarbeiten. Die Trainerkompetenzen umfassen die Facetten, die im Kreislauf abgebildet sind:

Das ist der Werkzeugkasten des Trainers, der für jedes Problem ein anderes Werkzeug ziehen kann. Die Trainerkompetenz setzt sich aus den Werkzeugen und Qualitäten des Trainers zusammen. Die Werkzeugkiste sollte darum so schwer wie möglich beladen sein, um für viele unterschiedliche Probleme auch möglichst viele Werkzeuge herausziehen zu können. Wenn ich das falsche Werkzeug verwende, bin ich langsamer unterwegs. Weiterentwicklung wird auch an Geschwindigkeit gemessen. Wenn ich die Geschwindigkeit mit Athleten hochhalte, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass seine Lerngeschwindikgeit schneller entwickelt als andere.

Die nächste Dimension im Kreislauf ist es, dass ich als Trainer Angebote statt Vorgaben mache. Die Akzeptanz beruht auf Freiwilligkeit. Da sind wir als erstes Mal im „Ordnung schaffen“. Als Trainer muss ich Ordnungen erkennen können. Um ein Beispiel zu nennen. Im Triahtlon haben wir oft Athleten, die ich als GA2-Bug bezeichne. Sie trainieren häufig an der Schwelle und haben Null Flex im metabolischen System. Athleten, die in diesem Sinne in der Schwelle und VO2-Max ein minimales Gap haben. Jede Renndynamik wir ihnen abtrainiert. Die Athleten sind sehr eindimensional eingestellt. Sie sind eigentlich so trainiert, dass sie nur eine Geschwindigkeit können. Wenn diese zum Sieg reicht, ist das cool. Das aber in Dynamiken abzubilden, ist sehr sehr schwer. Genau das bezeichne ich als Spurensuche. Wenn ich einen neuen Athleten beispielsweise habe gehe ich auf Spurensuche: was bekomme ich vom Athleten zu greifen? Wie bewegt er sich? Welche Stärken/Schwächen hat er, sowohl physiologisch und wie er im Training funktioniert? Welche Motivation braucht er und wie ist seine Eigenmotivation? Dann bin ich im Kreislauf aus Trainerkompetenz, Ordnung schaffen und Ordnungen erkennen. Zu den Werkzeugen kommt eine weitere Sache: Die Qualitäten, die ich als Trainer in diesen Prozess einbringen kann. Das kann die Fähigkeit zum Dialog sein oder die positive Bestärkung, oder ein Bewegungslernen, um aus dem Beobachten Rückschlüsse ziehen, wie ich mit ihm weiterarbeiten werden. Das führt zu neuen Strukturen und Ordnung wird geschaffen. Damit wird der Athlet motorisch vielfältiger beispielsweise im Schwimmen und ich schaffe auch mehr Raum gegeben, um beispielsweise diesen physiologisch Raum im Laufen zu füllen und damit einen schnelleren Athleten zu generieren.

Konvergentes und divergentes Denken im Training

Das konvergente Denken ist wichtig im Auswahlprozess. Das divergente Denke ist vorgelagert, um wie in einem Trichter alles aufzunehmen und zu selektieren, was wir in unserem Trainingsprozess hereinlasse und in meinem Trainer-Repertoir (oder Werkzeugkasten) Platz findet.

Die Qualität des konvergenten Denkens

Aus konvergenten Denken entsteht 1+1, ein Baustein auf dem anderen. Es ist eine lineare Klarheit über Wochen, die frei von Widerspruch ist. Wenn ich sage, wir trainieren die nächsten Wochen die VO2, dann trainieren wir diese in den nächsten Wochen. Für den Athleten gibt es keine Fragen, der Coach hat die Sicherheit übernommen. Der Athlet kann an der Planerfüllung abreiten entlang der vorgegebenen repetitive Strukturen. Diese Strukturen können herzlich unspektakulär sein, aber sie lassen den Athleten arbeiten. Konvergentes Denken folgt einer ganz klaren Logik, die Lösungsorientiert ist.

Die Qualität des divergenten Denkens

Das ist der spannende Punkt für uns Trainer. Wir kommen in eine Umwelt mit den Athleten, die sich laufend verändert. Lernen eines Athleten (motorisch und in der physiologischen Leistungsfähigkeit) ist niemals linear. Ein Aufbau davon findet nicht linear statt. Darum ist das Modell der Superkompensation unsäglich, da es sich immer um eine stufenweise Weiterentwicklung handelt. Es sind viele Faktoren da drin, die gegen eine lineare Entwicklung sprechen. Erfolge sind mehr als die Summe der Einzelteile. Es sollte ein Gesamtbild entstehen, was zusammen wirkt, damit der Athlet seine bestmögliche Leistung erbringen kann. Eine weitere Qualität des divergenten Denkens ist es, wie ich als Trainer, der Einfluss auf den Athleten hat, Körper und Geist zusammenbringe. Dies funktioniert weit abseits von konvergentem Denken. Das gibt es nicht. Athleten, die 20h trainieren haben weitere 20h Zeit, eine andere Tätigkeit aufzunehmen. Dinge müssen zusammengebracht werden und empathisch verarbeitet werden, bevor ich eine logische Entscheidung (im konvergenten Denken) treffen kann. Da gehört Verständnis dazu. Weiter wird der Athlet immer an denjenigen Situationen wachsen, in denen er hereinkommt. Ihr kommt gar nicht darum herum, in der Interaktion mit den Leuten um euch positive Erfahrungen zu machen und weiterzukommen. Dieser Spiegel, der euch da vorgehalten wird, ist enorm wichtig. Er kommt permanent, aber nie in der logischen Schlussfolgerung, weil ihr immer in der Wechselbeziehung steht zwischen Mensch und Natur. Wenn ich alle Parameter aufführen würde, die ich am Athleten verändern möchte, dann würde ich ihn überfordern. Wenn ich also zeitweise reduziere, dann beschleunige ich unter Umständen den Prozess (denkt an den Heilungsprozess nach einer Verletzung). Mit diesen Offenheiten umzugehen, fällt vielen schwer. Darum sollten sich Trainer austauschen.
Wir befinden uns in einer Spirale von Innovationen, die super sind für den Sport! Die Dinge dürfen niemals zum Selbstzweck werden. Wir müssen uns überlegen, welche Message ich meinen Athleten weitergeben möchte. Philipp nutzt neue Technologien als Gesprächsanlass. Es geht darum, eine Problematisierung zu finden mit einem Athlten beispielsweise nach einem Lauf und ich kann ihm mit einer Wärmebildkamera den Effekt auf seinen Körper zeigen und gleichzeitig Verständnis für beispielsweise meine Kraftübungen schaffen. So verändert er eher etwas, vor allem weil Veränderungen nie einfach sind.

Wann gewinnt divergentes Denken Einfluss auf die Schlüsselfaktoren eines erfolgreichen Trainings (siehe oben). Es geht schon in der Qualität der Information los. Je weiter es mir gelingt in der Offenheit an was ich wahrnehmen und erfahren kann zu kommen mit meinen Athleten. Was ich an Zahlen, Emotionen und Informationen aus seinem Leben aussen herum aufnehmen kann, desto besser werden die Entscheidungen des Coaches. Diese Impulse kommen über einen divergenten Kanal. Als Trainer kann ich einschätzen, auf welche Informationen (die teilweise weit abseits des Messbaren liegen) ich tatsächlich zugreife. Beispielsweise über Omegawave, mit der Philipp schon Tage vorher sieht, ob ein Athlet bald krank wird. So kann er die Trainingsintensität senken und den Athleten schonen. Das kommt auch der Qualität in der Entscheidungsfindung und Umsetzung zu Gute. Darum ist auch Ausbildung wichtig, um das Denken zu öffnen und so ein höheres Ziel zu erreichen.

Divergentes Denken ist die Rückmeldeschleife des Coaches

Das Ziel von Trainings sind spezifische Reize. Wenn ich über Wochen 4h Radfahren am Sonntag ansetze, geht der spezifische Reiz über die Zeit verloren. Das Ziel von Erholung ist die adäquate Umwandlung von Reizen. Wenn ich sonntags 4h Rad fahre, bin ich am nächsten Tag nicht mehr in der Lage, 12h arbeiten zu gehen, oder eins von beiden leidet. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist es die Erholung, die leidet. Also ist die Frage, was ein adäquater Reiz, der auch erholt werden kann und zu einer Höherentwicklung führt, um das Produkt des Trainingsprozesses, nämlich die sportliche Leistung, in den Mittelpunkt zu stellen.

Qualität stellt sich da ein, wo sich Eigenart des Trainings und die Eigenart des Trainierenden begegnen.

Der Trainierende soll so gut wie möglich angeschaut werden, um aus der Werkzeugkiste des Coaches ein einzigartiges Gebilde zu bauen, das für den Trainierenden funktioniert.

Ob mein Training funktioniert, erfahre ich nicht erst im Wettkampf, sondern im Gespräch mit meinen Athlet*innen.

Klar dienen mir auch Daten, um zu interpretieren, wie die Trainings funktionieren. Das Feedback aus den Gesprächen mit den Athleten zeigt jedoch schon früher Punkte an, die optimiert werden müssen. Die Interaktion geht wieder zurück ins divergente Denken. Recap: da spielen auch Umwelteinflüsse und solche aus dem sozialen System eine Rolle, die nicht in Daten abgebildet werden. Profitiert darum von diesen beiden Denkmustern, um euer Werkzeugkasten schwer zu packen und für diverse Situationen gewappnet zu sein – euer Athlet wird euch danken 🙂

Q&A

Wie siehst Du die Schlussfolgerung „ob mein Trianing funktioniert, erfahre ich nicht erst im Wettkampf, sondern im Gespräch“ bei sog. „Trainingsweltmeistern“? 

Die Schwierigkeit im Sport ist bei einem vorgegeben Zeitpunkt die bestmögliche Leistung zu bringen. Das Heranbringen an diese Leistung ist ein grosser Stress. Für Trainingsweltmeister handelt es sich oft um Ermüdung, weil zu intensiv trainiert wurde.

Würdest Du immer Spezialisten wie Wolfgang beim laufen hinzuziehen?

Wir müssen Experten dort hinzuziehen, wo es Fachfragen zu beantworten gibt wie Bikefitting, Einlagen, etc.

Arbeitest du lieber mit kritischen Athleten die relativ viel deiner „Einheiten“ hinterfragen oder sich auch selbst mit Trainingswissenschaften beschäftigen oder sagst du, Athlet sollte Athlet sein und nicht sich auch noch den Kopf des Trainers zerbrechen.

Ich habe alle Varianten in meiner Truppe dabei. Mir ist es wichtig zu diskutieren. Ich kann für jede Einheit erklären, warum sie wichtig ist. Wenn mein Athlet sich meiner Meinung anschliessen kann, ist das gut. Wenn Athleten sich gut wahrnehmen, können sie sich gut in den Prozess einbinden und so eine höhere Qualitättsstufe erreichen.

Wie stark nimmst Du Rücksicht auf die Ernährung bei den verschieden Trainingsphasen; sprich kann ich die Nutrition-Zügel etwas lockern während der Off-Season, um mental etwas zu regenerieren?

Es geht darum ein smartes Wissen über Ernährung aufzubauen, um die Power herauszunehmen, die ihr braucht. Für den Athleten ist es wichtig, einen guten Umgang mit Zucker zu üben.

Das dieses Jahr für meine Athleten kein Wettkampf mehr stattfindet überlege ich ob ich gegen Ende des Jahres bevor die eigentliche Off Season beginnt nochmals einen kleinen Intensiven Block einschiebe oder ist es eher ratsam weiter die Grundlagen (Technik Kraft etc.) zu trainieren?

Das lässt sich nur im Gesamtkontext klären. Es ist für viele schweirig, Intenstiäten zu regenerieren. Darum sollte die Entlastung aktiv eingebaut werden.

Welcher Leistungsfortschritt ist deiner Meinung nach in einem Jahr nachhaltig möglich? Ohne die Substanz anzugreifen?

Das ist individuell zu beantworten. Es kommt darauf an, von welchem Niveau jemand losgeht. Wenn ein Profi wie Laura und Sebastian 2-3 Prozent zulegen, ist das extrem viel. Bei einem Anfänger jedoch wenig. Über Laktattest kannst du beispielsweise prüfen wie viel Energie ein Athlet braucht um die Belastung zu kompensieren. Dann kannst du aufs Maximum gehen, vorausgesetzt er kann die Leistung regenerieren kann.

Wie würdest du mit athleten umgehen, die zwar schneller werden wollten aber trotzdem nicht von Ihrem GA2 Stiefel abrücken wollten, weil sie dann gemäss ihrer aussage nicht das gefühl haben ausgelastet zu sein, wenn sie sich im GA1 bereich bewegen?

Wer sauber im GA1 trainiert, wird sich permanent weiterentwickeln. Wer immer im GA2 trainiert, entwickelt sich nicht weiter.

Wie OFF ist denn die off-season? Trainer wie Matt Dixon nennen diese lieber post-season. Alles vielleicht nur Semantik aber was ist deine Definition?

Was ist das Ziel davon? Für viele Athleten ist es das Ziel, dem Körper und Geist Raum zu geben. Es gibt andere, bei denen Sport wichtig ist und darum eine off-Season nicht zwingend sinnvoll ist. Off-Season ist eine geplante Ruhe, um einen Neuafubau zu machen. Hier habt auch die genussvolle Bewegung platz, die entspannt angegangen wird.

Welche Ausbildung bzw. Lizenz würdest Du als vertrauenswürdig im Trainerbereich einschätzen?

Ich habe mir ein Netzwerk gebaut, um das zu sammeln, was mich interessiert. Was aktuell diskutiert wird ist wichtig. Aktuell sind gute Trainer unterwegs, die gute Arbeit leisten, orientieren sich an die internationale Sportwissenschaften. Wer offen ist und kein Dogma hat, kann sein Werkzeugkasten weiter packen.

Bei wem würdest Du eine Leistungsdiagnostik machen lassen (Sportwissenschaftler oder und oder Arzt)?

Wichtig ist, dass bei einer Leistungsdiagnostik eine klare Anleitung vorhanden ist, das ein Protokoll kommt, das zur Leistungsfähigkeit passt.

Bei der Spirometrie haben wir auch eine Auswertung des Stoffwechsels, kann man aus deiner Erfahrung heraus, aus dieser Auswertung eine sinnvolle Planung der Wettkampfernährung machen? Meine bisherige Erfahrung war sehr gut – Glück oder richtig angewendet?

Wenn ihr die Möglichkeit habt einen Pacing-Test zu machen, dann habt ihr valide Ergebnisse, die ihr erreichen könnt und kommt mit eurer Ernährungsstrategie gut weiter.

Baust Du in Trainigspläne HIT-Einheiten ein, bzw. was hälst Du davon: Wenig Zeit – hohe Intensität?

Wenig Zeit und hohe Intensität ist schwierig. Viel Zeit und hohe intensität ist cooler, weil ihr viel Zeit habt euch zu regenerieren. Die Frage ist: Wie viel GA muss tatsächlich sein und wie die Einheiten gestaltet sind, dass sie passen.

Wie gehst du mit Athleten, oder gerade auch Athletinnen um, die keine Trainingspause machen wollen, weil sie Angst haben sonst zuzunehmen und Dadurch auch langsam zu werden?

Du musst mit ihnen so arbeiten dass du Vertrauen schaffen kannst und darüber sprechen zu können, warum es sinnvoll ist, eine Pause zu machen.

wie hälst Du die Motivation Deiner Athleten ohne Wettkampf wie in dieser Zeit hoch?

Wir gehen klar in Richtung Ausbildung und wo die Defizite sind. Es gibt immer mehr Rennen, die auf dem Rad dominant gefahren werden. Es wird mehr Athleten geben, die einen hohen metabolischen Flex haben und Langdistanzler herausfordern. Solche Defizite werden ausgebessert. Natürlich ist auch Enttäuschung an abgesagten Events da, aber wir lassen uns den Spass am Sport nicht nehmen!

Wie lange planst Du mindestens Regeneration oder Ruhe bei einem Athleten ein der sich im Übertraining befindet?

Bis er wieder erholt ist. Er muss es schaffen, Erholung zuzulassen.

Hast du die anderen Webinare mit Philipp verpasst?

Kein Problem. Wir haben für dich die wichtigsten Erkenntnisse in Blogposts zusammengefasst und darin auch gleich die Aufzeichnung reingepackt: